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Unterwasserrugby: Ein faszinierendes Ballspiel
Unter Wasser, nahezu schwerelos, in 3 Dimensionen spielen

Unterwasserrugby ist ein schnelles und daher anstrengendes Ballspiel, das im tiefsten Teil eines Schwimmbadbeckens gespielt wird. Die beiden Mannschaften bestehen jeweils aus 6 Spielern im Wasser und 6 Spielern auf der Auswechselbank am Beckenrand. Sinn des Spiels ist es, den in der Mitte des Spielfeldes, auf dem Beckenboden liegenden Ball zu erlangen und ihn in das gegnerische Tor zu legen. Die Tore sind basketballähnliche Metallkörbe, die am Grund des Beckens stehen. Der Ball ist mit einer Salzlösung gefüllt, sodass er im Süßwasser des Schwimmbeckens sinkt. Er sollte schnell und mit viel Kraft den Mitspielern zugepasst werden. Während des Spiels kommen die Spieler zur Wasseroberfläche um Luft zu holen und tauchen möglichst rasch wieder ab um das Spiel in Gang zu halten. Der Torwart bleibt so lange an der Oberfläche, bis sich der Angreifer seinem "Korb" nähert. Dann taucht auch er blitzschnell ab und verteidigt.

Die Vielseitigkeit und Einzigartigkeit der drei Dimensionen unter Wasser in Verbindung mit der Bewegungsfreiheit bietet einen besonderen Reiz und fordert den Spielern Ausdauer, Stärke, Ballgefühl, Schnelligkeit und eine gute Spielübersicht ab.

Infos rund ums Unterwasserrugby

Wie der Sport entstand

Anfang der 50er Jahre verhalfen die Meeresforscher und Unterwasserfilmer Hans Hass und Jaques-Yves Cousteau mit ihren Reportagen dem Tauchsport zu einer weiten Verbreitung.

Beim Tauchen werden "gewöhnliche" Flossen als Vortriebsmittel eingesetzt. Im Konditionstraining der Taucher spielte und spielt das Training mit Flossen sei jeher eine bedeutende Rolle. Aus dem Bedürfnis, das manchmal triste Konditionstraining der Tauchsportler im Hallenbad ein wenig spannender und abwechslungsreicher zu gestalten, entstand in den 60er Jahren die Sportart Unterwasserrugby.

Der Spieler und seine Ausrüstung

Jede "Wasserratte" kann Unterwasserrugby spielen, insofern sie über eine gute physische Form verfügt. Gespielt wird in gemischten Mannschaften, wobei das männliche Geschlecht zumeist dominiert.

Um Unterwasserrugby spielen zu können wird kein Tauchbrevet benötigt. Außer der Badehose (Badeanzug) in der entsprechenden Mannschaftsfarbe (weiß oder blau) braucht der Spieler eine Tauchmaske, einen Schnorchel und Schwimmflossen. Außerdem werden mit Ohrenschützern ausgestattete Wasserballkappen getragen.

Die Regeln

1. Das Becken

Die Maße für ein geeignetes Becken sind:

Tiefe

3,5 – 5 m

Breite

8 - 12 m

Länge

12 - 18 m

Neben dem eigentlichen Spielfeld ist eine Wechselgasse abgesperrt. Sie reicht über die ganze Länge des Beckens.

2. Die Schiedsrichter

Unter Wasser verfolgen zwei Schiedsrichter mit DTGs das Spiel( Unterwasserschiedsrichter ). Die Spielleitung übernimmt der Überwasserschiedsrichter. Er verfolgt das Spiel und kontrolliert die Spielzeit.

3. Hupsignale

Einmal lang

Spielbeginn bei Anstoß
Spielbeginn bei Freiwurf
Spielbeginn nach Tor

Zweimal lang

Tor ist gefallen und vom Schiedsrichter gesehen worden.

Ein oder zweimal kurz

Einmal ist keinmal. Das Spiel geht ohne Unterbrechung weiter.

Mehrmals kurz hintereinander

Eine Art von Foulspiel: Es geht mit Freiwurf, Schiedsrichterball oder Strafwurf (s.u.) weiter.

Dreimal lang

Halbzeit oder Spielende

4. Spielbeginn

Zu Spielbeginn und nach Toren müssen die Spieler mit mindestens einer Hand am Beckenrand auf den Anpfiff warten. Beim Wechseln nach Toren ( siehe auch 5. Fliegender Wechsel ) kann der Wechselpartner auch direkt nach dem Anhupen in der Wechselgasse ins Wasser springen. Hierbei müssen aber noch mindestens drei Spieler vom Spielfeldrand ins Spiel starten.

5. Fliegender Wechsel

Es sind immer höchstens 6 Spieler im Wasser. Weitere 6 Spieler sitzen auf der Wechselbank. Gewechselt wird in zügigem Rhythmus: Der Spieler verlässt an der Stirnseite des Beckens auf der Seite der eigenen Mannschaft ( Wechselbereich ) zügig das Becken. Erst wenn er vollständig aus dem Wasser ist, darf sein Partner in der Wechselgasse ins Wasser springen. Auf einen Wechselfehler folgt eine Zeitstrafe.

6. Fouls

Erlaubt ist beim Unterwasserrugby fast alles, außer:

* jegliche Unsportlichkeit wie Kratzen, Beißen, Schlagen, Treten, die Finger verbiegen, * Würgen, etc. * Anfassen oder Abreißen der Ausrüstung: Maske, Brille, Flossen, Badehose, Kappe * Unbespielbarmachen des Balls * Festhalten am Korb bei Torangriff oder Torabwehr ( à Strafwurf ) * Festhalten oder Angreifen von Gegnern, die nicht im Ballbesitz sind

7. Freiwurf

Nach allgemeinen Fouls wird das Spiel mit einem Freiwurf wieder aufgenommen. (Wichtig: Der Schiedsrichter zeigt immer die Spielrichtung an, nicht die Mannschaft, die den Freiwurf zugesprochen bekommt.)

Die Ausführung:

Der Ballführende hält den Ball kurz über Wasser und spielt ihn nach dem Hubzeichen sofort an einen Mitspieler ab. Der ausführende Spieler darf mit dem Ball an der Oberfläche nicht schwimmen oder selbst abtauchen, er muss innerhalb von 3 Sekunden nach dem Anhupen abspielen.

8. Strafwurf

Ein Strafwurf wird dann gegen eine foulende Mannschaft ausgeführt, wenn diese in einer torgefährlichen Situation gegen die Regeln verstoßen hat. Es sind nur ein Angreifer und ein Torwart im Spielfeld, der Rest beider Mannschaften verlässt die bespielbare Zone. Der Angreifer hat nun 45 Sekunden Zeit ein Tor zu schießen. Der Torwart muss in Reichweite des Tores bleiben, solange er nicht in Ballbesitz ist. Fällt innerhalb der Zeit ein Tor oder wird der Ball vom Torwart über die Wasseroberfläche gehalten ist diese Aktion beendet.

9. Schiedsrichterball

In unübersichtlichen Situationen können die Schiedsrichter abhupen, um z. B. ein Wouling aufzulösen. Der Überwasserschiedsrichter wirft den Ball ins Becken und hupt gleichzeitig an.

Das Spiel geht weiter.

10. Zeitstrafe

Zeitstrafen werden bei schweren persönlichen Fouls, nach Wechselfehlern aller Art , sowie bei Revanchefouls gegen einzelne Spieler ausgesprochen. Begeht ein Torwart während eines Strafstoßes einen Regelverstoß bekommt er eine Zeitstrafe und der Strafstoß wird mit einem neuen Torwart wiederholt. Bei mehr als zwei Zeitstrafen oder unsportlichem Verhalten eines Spielers wird dieser vom Spiel ausgeschlossen.

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